• Emma und Andrea Agnes Annette sitzen auf dem Balkon ...

    Emma und Andrea Agnes Annette sitzen auf dem Balkon ...

    Emma und die Schreiberin ihrer Geschichte sitzen auf dem Balkon. Es hat geschneit und sie haben sich in ihre dicken Wolldecken gehüllt und schauen in den verschneiten Garten. Jede mit einer Tasse Kaffee vor sich. Emma: „Andrea! Ich habe dich lange nicht in meiner Geschichte gesehen. Wann schreibst du sie endlich fertig?“ Andrea: „Emma, ja, ich weiß. Ich war beruflich mit anderen Themen beschäftigt und habe abends nicht mehr den Einstieg in deine Geschichte geschafft. Außerdem gibt es in meinem Leben nun eine wunderbare Veränderung.“ Emma: „Aha.“ Emma: „Ich höre.“ Andrea: „Wir haben wieder einen Hund.“ HerzcheninneAugenunddahinschmelz Emma: „Ach, wie schön! Das wurde ja auch Zeit.“ Andrea: „Sagen wir mal so: Es sollte so sein.“ Emma: „Wie meinst du das?“ Andrea: „Es war eine Herzensentscheidung. Und es passte sofort. Als wir hier zuhause ankamen, war das so, als ob es noch nie anders war.“ Emma: „Woran hast du das gemerkt?“ Andrea: „Er hat sich sofort auf „sein“ Kissen gelegt, aus „seinem“ Napf gefressen. Zu Anfang hat er sich zwar vorsichtig durch die Wohnung bewegt, aber nicht so, als ob er hier fremd wäre …“ Emma: „… und was ist mit Greenie … sorry: Mit Miss Greenie?“ Andrea: „Er hat sie ignoriert und sie konnte sich in immer kleiner werdenden Bögen an ihn heran tasten. Das Schöne für die alte Dame: Sie kann in ihrem Körbchen liegen und ihn beobachten. Ihr Leben ist nicht mehr so eintönig. Denn andere Katzen mag sie ja zum Beispiel nicht.“ Emma: „Sie war ja auch gar nicht traurig, als dein Dicker gestorben ist.“ Andrea: „Sie war froh, dass sie das Reich wieder für sich hatte.“ Emma: „Und du? Bist du darüber hinweg?“ Andrea: „Ich trage die Erinnerung an ihn mit mir herum. Er ist und bleibt mein Schriftsteller-Kater. Nur ist er jetzt eben unsichtbar.“ Emma sagt nichts, nimmt noch einen Schluck Kaffee. Andrea: „Ich vermisse ihn sehr, aber ich kann damit leben. Das Merkwürdige: Weißt du, dass er am 13. Februar vor einem Jahr gestorben ist? Und jetzt: Fast genau ein Jahr später habe ich einen Hund.“ Beide schweigen. Emma: „Das ist ein schöner Gedanke. Dein Hund – nicht als Ersatz für deinen Kater, aber so, als ob er dir geschickt wurde.“ Andrea: „Genau so empfinde ich es.“ Emma: „Und jetzt? Wie ist dein Leben jetzt?“ Andrea: „Er bringt mich zum lachen, wenn er erschrocken hochfährt, weil ich ihn auf der Couch erwischt habe. Es ist so schön zu merken, wie er jeden Tag mehr ankommt und Fortschritte macht. Es ist Entspannung und Ruhe in mein Leben zurückgekehrt. Es ist unglaublich wohltuend, wenn er nach einem ausgedehnten Spaziergang hier auf seinem Kissen liegt und schläft.“ Emma: „Und das bedeutet?“ Andrea lacht und prostet Emma mit der Kaffeetasse zu: „Ich werde deine Geschichte nun eifrig fortsetzen.“ Und nach einer kurzen Pause ergänzt sie noch: „Allerdings werde ich zwischendurch unterbrechen müssen, da einige Lesungen aus der HUMMELLIEBE anstehen. Darauf freue ich mich schon sehr.“ Emma: „Egal. Hauptsache, du schreibst meine Geschichte endlich weiter. Das ist nämlich wichtig, weißt du?“ Andrea: „Ja, weil es so wichtig ist, muss ich auch den Kopf frei haben. Und das habe ich nun: nach einem ausgedehnten Spaziergang mit Hund.“ Emma: „Ach, wie heißt er überhaupt?“ Andrea: „Herr Lehmann.“ Emma verschluckt sich an ihrem Kaffee und lacht, dass man es auf der Straße hören kann. Emma: „Nicht dein Ernst! Hoppeditz war ja schon … ein komischer Name …“ Andrea: „Den Namen Herr Lehmann hatte er schon. Den Namen hat ihm jemand gegeben, der anscheinend so tickt wie ich. Ich finde, dass er gut zu ihm passt. Deshalb wollte ich den Namen nicht ändern. Und zu Miss Greenie passt auch ein Herr Lehmann.“
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  • Emma und Andrea Agnes Annette sitzen auf dem Balkon ...

    Emma und die Schreiberin ihrer Geschichte sitzen auf dem Balkon. Es hat geschneit und sie haben sich in ihre dicken Wolldecken gehüllt und schauen in den verschneiten Garten. Jede mit einer Tasse Kaffee vor sich.

    Emma: „Andrea! Ich habe dich lange nicht in meiner Geschichte gesehen. Wann schreibst du sie endlich fertig?“

    Andrea: „Emma, ja, ich weiß. Ich war beruflich mit anderen Themen beschäftigt und habe abends nicht mehr den Einstieg in deine Geschichte geschafft. Außerdem gibt es in meinem Leben nun eine wunderbare Veränderung.“

    Emma: „Aha.“

    Emma: „Ich höre.“

    Andrea: „Wir haben wieder einen Hund.“ HerzcheninneAugenunddahinschmelz

    Emma: „Ach, wie schön! Das wurde ja auch Zeit.“

    Andrea: „Sagen wir mal so: Es sollte so sein.“

    Emma: „Wie meinst du das?“

    Andrea: „Es war eine Herzensentscheidung. Und es passte sofort. Als wir hier zuhause ankamen, war das so, als ob es noch nie anders war.“

    Emma: „Woran hast du das gemerkt?“

    Andrea: „Er hat sich sofort auf „sein“ Kissen gelegt, aus „seinem“ Napf gefressen. Zu Anfang hat er sich zwar vorsichtig durch die Wohnung bewegt, aber nicht so, als ob er hier fremd wäre …“

    Emma: „… und was ist mit Greenie … sorry: Mit Miss Greenie?“

    Andrea: „Er hat sie ignoriert und sie konnte sich in immer kleiner werdenden Bögen an ihn heran tasten. Das Schöne für die alte Dame: Sie kann in ihrem Körbchen liegen und ihn beobachten. Ihr Leben ist nicht mehr so eintönig. Denn andere Katzen mag sie ja zum Beispiel nicht.“

    Emma: „Sie war ja auch gar nicht traurig, als dein Dicker gestorben ist.“

    Andrea: „Sie war froh, dass sie das Reich wieder für sich hatte.“

    Emma: „Und du? Bist du darüber hinweg?“

    Andrea: „Ich trage die Erinnerung an ihn mit mir herum. Er ist und bleibt mein Schriftsteller-Kater. Nur ist er jetzt eben unsichtbar.“

    Emma sagt nichts, nimmt noch einen Schluck Kaffee.

    Andrea: „Ich vermisse ihn sehr, aber ich kann damit leben. Das Merkwürdige: Weißt du, dass er am 13. Februar vor einem Jahr gestorben ist? Und jetzt:  Fast genau ein Jahr später habe ich einen Hund.“

    Beide schweigen.

    Emma: „Das ist ein schöner Gedanke. Dein Hund – nicht als Ersatz für deinen Kater, aber so, als ob er dir geschickt wurde.“

    Andrea: „Genau so empfinde ich es.“

    Emma: „Und jetzt? Wie ist dein Leben jetzt?“

    Andrea: „Er bringt mich zum lachen, wenn er erschrocken hochfährt, weil ich ihn auf der Couch erwischt habe. Es ist so schön zu merken, wie er jeden Tag mehr ankommt und Fortschritte macht. Es ist Entspannung und Ruhe in mein Leben zurückgekehrt. Es ist unglaublich wohltuend, wenn er nach einem ausgedehnten Spaziergang hier auf seinem Kissen liegt und schläft.“

    Emma: „Und das bedeutet?“

    Andrea lacht und prostet Emma mit der Kaffeetasse zu: „Ich werde deine Geschichte nun eifrig fortsetzen.“

    Und nach einer kurzen Pause ergänzt sie noch: „Allerdings werde ich zwischendurch unterbrechen müssen, da einige Lesungen aus der HUMMELLIEBE anstehen. Darauf freue ich mich schon sehr.“

    Emma: „Egal. Hauptsache, du schreibst meine Geschichte endlich weiter. Das ist nämlich wichtig, weißt du?“

    Andrea: „Ja, weil es so wichtig ist, muss ich auch den Kopf frei haben. Und das habe ich nun: nach einem ausgedehnten Spaziergang mit Hund.“

    Emma: „Ach, wie heißt er überhaupt?“

    Andrea: „Herr Lehmann.“

    Emma verschluckt sich an ihrem Kaffee und lacht, dass man es auf der Straße hören kann.

    Emma: „Nicht dein Ernst! Hoppeditz war ja schon … ein komischer Name …“

    Andrea: „Den Namen Herr Lehmann hatte er schon. Den Namen hat ihm jemand gegeben, der anscheinend so tickt wie ich. Ich finde, dass er gut zu ihm passt. Deshalb wollte ich den Namen nicht ändern. Und zu Miss Greenie passt auch ein Herr Lehmann.“

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  • Mein Jahresrückblick 2016

     Mein Jahresrückblick 2016

     

    Emma: „Wir Menschen müssen uns nicht suchen.

                  Unsere Herzen finden zueinander.“

                      (Andrea Agnes Annette Moll)

     

    Dieser Jahresrückblick, den ich nun schon seit vielen Jahren schreibe, hilft mir, die Dinge im Rückblick noch einmal bewusster zu sehen. Wieder ist ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. Es war ein sattes, intensives, emotionales Jahr. Gefüllt mit schönen Momenten, Erlebnissen und Begegnungen und auch mit schmerzhafter Trauer.

    Leben ist Abschied

    Nur kurze Zeit nach Veröffentlichung meines Romans „HUMMELLIEBE“ ist mein Schriftsteller-Kater gegangen. Er, der mir vor Jahren zugelaufen war, hatte mich erwählt. Er hatte wenig von einem Kater. Sehr schnell war deutlich, dass er mein Seelentier war. Es ist so: Wir haben Haustiere und manchmal ist unser Seelentier dabei. Der Verlust ist immer noch schmerzlich. Was bleibt ist tiefe Dankbarkeit, dass er viele Jahre Teil meines Lebens war.

    Leben ist Spiel

    Riesenspaß haben mir meine Suchspiel-Aktionen gemacht. Die Rheinische Post berichtete: „Autorin setzt ihre Bücher aus“. Zuerst in Rommerskirchen, später in Dornumersiel (Ostfriesland) und in Berlin habe ich jeweils ein liebevoll und wettersicher verpacktes Exemplar meiner „HUMMELLIEBE“ ausgesetzt und per Facebook mit Fotos auf die Aktion hingewiesen, begleitet von Fotos,  wo das Buch zu finden sei. Alle Beteiligten und ich hatten einen großen Spaß. Das werde ich mit Sicherheit 2017 fortsetzen.

    In Ostfriesland durfte ich im Mai  zu einer Lesung im Reethaus einladen. Da die Lesung sehr kurzfristig organisiert worden war, waren wenige Gäste erschienen. Es hat dennoch großen Spaß gemacht, denn in kleiner Runde kann sich ein persönliches Gespräch entwickeln. Ich konnte wertvolle Hinweise für mich mitnehmen. Und ein gutes Gefühl, denn für meine „Sammelhummel“ wurde wieder großzügig gespendet.

    „Deutschland summt!“

    Die Initiative „Deutschland summt!“ der Stiftung „Mensch und Umwelt“ sorgt für den Erhalt des bedrohten Lebensraums von Bienen und Wildbienen, also auch für Emma`s Hummeln. Mit meinen Lesern und den Gästen meiner Lesungen übernehme ich eine Wildbienenpatenschaft.

    http://wildbienenpaten.de/patenschaft.html

    Ich bin sehr stolz, dass wir schon drei Patenschaften übernehmen konnten: die goldene, die bronzene und die Naturpatenschaft. Für 2017 würde ich gerne die silberne Wildbienenpatenschaft erreichen.

    Ich habe sogar eine eigene Patenschaftsurkunde bekommen und werde auf der Seite der Stiftung „Mensch und Umwelt“ als Partner erwähnt. Dies als kleinen Hinweis für die, die mich nicht kennen und trotzdem ohne offiziellen Nachweis bereit waren zu spenden.

    Wenn es gut läuft, kommt das Leben um die Ecke und holt aus …

    Alles lief gut und ich konnte mich meinem nächsten Roman widmen: Die Fortsetzung zur „Hummelliebe“. Dann kam wie aus dem Nichts eine Email vom Verlag: Wir sind insolvent.

    Es lief gut mit meinem Roman, ich hatte mich zur Frankfurter Buchmesse und auch zur Buchmesse Berlin angemeldet. Die Rheinische Post berichtete in einem halbseitigen Artikel über mich. Und mein Roman war nicht mehr bestellbar. Unvorstellbar!

    Emma, meine Protagonistin kann nicht Abschied. Und ich auch nicht. Ich war sehr zufrieden gewesen mit der Abwicklung, stolz darauf, dass mein Buch in einem kleinen Verlag heraus gegeben wurde. Sie zeichneten sich aus durch ein qualitativ hochwertiges Papier, als guter Arbeitgeber und das spürte ich bei den Telefonaten mit den Mitarbeiterinnen.

    Nach einer Zeit des Stillstands habe ich neue Angebote eingeholt und Anfragen verschickt. Im Januar werde ich entscheiden, wie es weiter geht.

    Buchmessen

    Die Buchmessen Frankfurt und Berlin waren ebenfalls eine wertvolle Erfahrung für mich. Mit vielen Ideen, Anregungen und einem überquillenden Kopf bin ich nachhause gekommen. Ich habe Bücher gesehen, die anscheinend lieblos produziert worden waren,  kalkuliert auf einen schnellen Euro. Diese Verlage und Dienstleister scheiden also aus.

    Bücher können wie Seelentiere sein

    Ich habe auf den Messen Bücher gefunden, die wie Seelentiere sind. Sie tun uns gut. Man will sie haben, lesen, angucken und fühlen. Natürlich träume auch ich von einem großen Erfolg als Schriftstellerin. Doch an erster Stelle steht die unbändige Lust am Schreiben.

    Eine Zeit lang habe ich mir gewünscht, dass ich vom Schreiben leben möchte. Nur noch schreiben. Doch das bedeutet: Kein besonderes Mitspracherecht. Fremdbestimmt. Dazu kommt: Man muss schreiben. Man muss Termine einhalten. Mit diesem Bewusstsein war bei mir zumindest die Entscheidung gefallen, wie es mit der „HUMMELLIEBE“ und Teil II weitergeht bzw. wie nicht und wo nicht. Wie und wo - das ist noch offen.

    Lesungen

    Das Wort Lesung kommt von Auslese, glaube ich. Auf meinen Lesungen begegne ich der Auslese: Interessanten Menschen, die nicht nur zuhören, sondern auch etwas zu sagen haben und Bücher lieben.

    „Wie viele Anmeldungen müssen wir haben, damit Sie lesen?“, werde ich oft gefragt. Ich lese.  Ich lese auch für einen Gast. Ich lese, weil ich gerne lese.

    Und sonst so?

    Ein weiterer Abschied von einem langjährigen Begleiter kam nun auf uns zu. 16 Jahre hat er uns begleitet, meine Familie und mich. Er war immer da, gehörte zu uns. Bei jeder Familienfeier bei uns zuhause. Doch nun war er in die Jahre gekommen, schwächelte und wir haben im November Abschied  von unserem Teppichboden genommen. Jeder, der bereits einmal mit einem alten Teppichboden zusammen gelebt hat, wird verstehen, dass uns dieser Abschied nicht schwer gefallen ist.

    Zum Qi Gong bin ich 2016 kaum gekommen. Das möchte ich 2017 ändern.

    Das würde ich nie tun!

    „Das würde ich nie tun!“ Ich habe es getan. Aus Freundschaft. Mein Freundin hat es sich gewünscht und irgendwann hatte ich das Gefühl: Wir müssen es tun. Wir beide sind zwei Tage den Jakobsweg gegangen. Es war wirklich an der Zeit, einmal „danke“ zu sagen. Danke für alles, was gut ausgegangen ist. Diese zwei Tage waren berührend und haben sich tief in mein Herz gebrannt. Und ich glaube nächstes Jahr wird es wieder ein „Das würde ich nie tun!“ geben.

    Familie und Freunde

    Ich habe mir eine große Familie gewünscht. „Sollst du haben,“ erwiderte mein Leben. Meine Patchwork-Familie ist nun groß und wächst immer weiter. Zu meinen Kindern sind die Kinder „meines Menschen“ dazu gekommen und nun noch die Partnerinnen und Partner. Doch meine Familie ist weit verstreut: München und Berlin. Stommeln geht ja noch.

    Annika hat nun das Nest verlassen und das Renovierungs-Gen, das sie nicht von mir hat, macht sich deutlich bemerkbar.  Andreas hat das Gen seines Urgroßvaters und seines Großvaters: lebenslanges Lernen. Beide Kinder stehen auf eigenen Füßen, das Nest ist leer. War es nicht erst gestern, dass wir eingezogen sind? Als beide Kinder ihre neuen Zimmer in Besitz nahmen und ich mein Bett im Wohnzimmer hatte? Als Freitagsnachmittags Familientag war und alle Essenreste der Woche auf den Tisch kamen (wie bei Emma) und wir stundenlang erzählten? Als getestet wurde, ob Toilettenpapier in der Toilette brennt? Und als Referate grundsätzlich zu dritt vorbereitet wurden und die Kinder nachhause kamen mit den Worten: „Mama, „wir“ haben eine zwei.“ Als ich endlich Mengenlehre kapiert habe und mich über das Klima in Australien auf Englisch unterhalten konnte und mein Sohn zu mir meinte: „Dein Englisch ist gar nicht so schlecht, Mama.“ (Ich weiß nicht, welche Erwartungshaltung er hatte. Es muss sehr weit unten gewesen sein. Mein Englisch ist nämlich mittlerweile sehr schlecht.)

    Zuverlässig wie ich bin, habe ich meine Kinder weinend heraus geschwemmt. Wer mich kennt, kennt das. Man sollte nun meinen, dass mir mein Nest leer und groß vorkommt. Es ist aber so, dass es mir zu klein erscheint, für alle meine Ideen und Wünsche. Ich habe in Windeseile die ganze Wohnung belegt. Ein bisschen mehr Platz könnte ich noch gebrauchen. Ich glaube, da schlage ich aus der Art.

    Ich würde gerne ein bisschen öfter alle „meine Kinder“ incl. Patchworkkinder und Partnerinnen und Partner an (m)einem Tisch sitzen haben. Da das nicht geht, freue ich mich umso mehr über jede Begegnung (auch wenn es nur ein kurzer Besuch am Messestand auf der Buchmesse Berlin ist), jede whatsapp und jedes Foto. Und genieße es auch, bei euch am Tisch zu sitzen und mich verwöhnen zu lassen.

    Es ist schön, dass es euch gibt und es ist spannend zu sehen, wie ihr euch euer Leben aufbaut. Oder wie eine andere Freundin von mir sagt: „Ich finde die jungen Leute so toll!“

    Meine Freunde sind Teil meiner Familie. Jedes Jahr, das wir gemeinsam verbringen, bringt uns näher zusammen. Emotional. Ich bin dankbar für diese Menschen, die mich mein Leben in traurigen Momenten aushalten lassen und die in fröhlichen Momenten mit mir lachen.

    Emma:  Es gibt Leibwächter. Und es gibt Seelenwächter.

                    Man nennt sie auch Engel. Oder Freunde.“

     

    Und manchmal hat man das Glück und frühere Freunde kehren zurück in dein Leben. Nichts ist mehr, wie es war, und doch ist man sich vertraut wie früher. Ich glaube, mit zunehmendem Alter weiß man alte Freunde besonders zu schätzen.

    2017

    … möchte ich einiges ändern in meinem Leben. Ich werde mich zu Emma auf den Balkon setzen, mit einer Kanne Kaffee und ohne Zigaretten, in den Himmel schauen und auf den entscheidenden Wink warten.

    Ich danke euch allen, die ihr mich 2016 begleitet habt. Ich danke euch für eure Liebe und Freundschaft, euren Rat, euer Lob und eure Kritik. Für den Kaffee oder Tee oder Glühwein, den wir getrunken haben … Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.

    Ich wünsche uns fröhliche Weihnachtstage und für 2017 Frieden und Gesundheit und ein bisschen Demut.

     

    Herzliche Grüße

    Eure Andrea Agnes Annette Moll

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  • Anne, Maria und ich … letzter Teil

    Anne, Maria und ich …    

    6. Teil

    Sofie erinnerte sich noch an das Jahr, als die Tochter einer weiteren gemeinsamen Freundin schwer erkrankte. Fassungslos standen Anne und Sofie vor der Warum-Frage, die jeder sich in so einem Moment stellt? Warum ausgerechnet sie? Warum dieser junge Mensch? Warum?

    Anne und Sofie hatten sich auf dem Weihnachtsmarkt in Köln verabredet. Kurz vorher hatten sie von dieser Freundin die Nachricht erhalten. Da standen sie nun: Anne und Sofie. Sie hatten sich Reibekuchen geholt und standen am Stehtisch. Fassungslos berieten sie über die Chancen des jungen Menschen und es dauerte nicht lange und die Tränen liefen. „Wir sind die Einzigen, die es schaffen, auf dem Weihnachtsmarkt zu weinen.“, murmelte Sofie. „Willst du noch weiter, oder  … wollen wir zu Maria?“ „Maria.“, war die kurze Antwort.

    Und kurz darauf saßen sie bei Maria, erzählten ihr von dem, was sie bedrückte. Maria hörte wie immer schweigend und mitfühlend zu. Sie saßen dann noch eine Weile schweigend zusammen, bevor Anne und Sofie sich mit einem etwas leichteren Herzen voller dankbarer Liebe von Maria verabschiedeten.

    Sie zündeten noch eine weitere Kerze am Marienaltar an und verließen den Kölner Dom.

     

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  • Anne, Maria und ich - 5. Teil

    Anne, Maria und ich …    

    5. Teil

    Eine kurze Zeit später: Große Freude! Anne wurde das erste Mal Oma. Und einige Jahre später das zweite Mal. Es ist eine besondere Freundinnen-Freunde, wenn die Freundin Oma wird. Es ist ganz schwer zu beschreiben, was das mit einem macht. Sofie hat damals nur zu Anne gesagt: „Sag` der kleinen Lea, dass auch die Freundin der Oma, ein ganz, ganz wichtiger Mensch für sie ist.“ Maria und Sofie haben sich mitgesonnt in dieser Oma-Wärme.

    Beim zweiten Enkelkind gab es Komplikationen. Sofie hat mit Anne gelitten. Wenn sie bedachte, welchen Schmerz und welche Ängste das bei ihr ausgelöst hat, dann fragte sie sich, wie die Omas und Opas und die Eltern dieses Kindes diese Angst aushalten konnten. Es ist wohl der größte Schmerz, den man erleiden kann.

    Auch in dieser Zeit war Maria die Stütze, der Ruhepol. Sie weinten zusammen, bangten und hofften. Anne und Sofie waren sich sicher, ohne Maria, hätten sie das nicht geschafft. Womöglich wäre die Freundschaft an dieser Belastung zerbrochen. Doch sie hatten Maria. Sie waren zu dritt und Maria war die, die alle auffing. Maria erkannte oft schon an ihren Gesichtern, wenn Anne oder Sofie oder beide vor ihrer Tür standen, ob wieder einmal etwas Schlimmes passiert war. Und es ist schon eigenartig. Aber nachdem sie ihr erzählt hatten, was passiert war, und sich bei ihr ausgeweint hatten, ging es ihnen besser. Dafür sind Freunde doch da! Wird vielleicht mancher sagen. Ja, aber mit ihr war es anders.

    In guten wie in schlechten Zeiten.

    Morgen geht es weiter.

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  • Anne, Maria und ich - 4. Teil

    Anne, Maria und ich …    

    4. Teil

    Es entwickelte sich im Laufe der Jahre eine ziemlich gute Freundschaft zwischen Anne und mir. Es war auch naheliegend und ziemlich einfach. Unsere Kinder waren im gleichen Alter. Sie spielten oft zusammen und besuchten zuerst gemeinsam den Kindergarten, später die Schule. Da gibt es viele Berührungspunkte. Wenn man sich sympathisch ist, ist Freundschaft schnell entstanden. Was man halt so Freundschaft nennt. Doch ich würde es als Freundschaft bezeichnen. Heute, da ich älter und weiser bin, weiß ich, wie viele Formen der Freundschaft es geben kann. Na gut, vielleicht weiß ich nicht genau, wie viele. Ich weiß aber, dass es verschiedene Formen der Freundschaft geben kann.

    Dass sich diese unsere Freundschaft einmal ändern würde, und wie es sich ändern würde, konnten wir nicht einmal ahnen.

    Es begann, als meine Mutter nach einem Herzinfarkt verstarb. Von jetzt auf gleich. Den Tag vorher war ich noch bei meinen Eltern gewesen und hatte mit beiden in der Küche gesessen, und am nächsten Tag stand die Welt Kopf. Einige Tage kämpften die Ärzte um ihr Leben. Doch aussichtslos. Sie verloren den Kampf und ich meine Mutter. Es begann die Zeit des „Nie mehr!“ Sofort war Anne für mich da. Sie ließ mich nicht allein. Ich wusste, sie sitzt zuhause und lässt alles stehen und liegen, wenn ich sie brauche. Das war genau das Ereignis, wo wir beide vielleicht das erste Mal Maria bei unseren Treffen bewusster wahrnahmen. Sie war fürsorglich, liebevoll, ruhig, ausgeglichen, hörte uns zu. Sie war der ruhende Pol von uns dreien.

    Morgen geht es weiter ...

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  • Anne, Maria und ich … 3. Teil

    Anne, Maria und ich …    

    3. Teil

    Maria war eher die Unsichtbare, Stille. Man nahm sie kaum wahr. Sie war zwar überall da, wo wir auch waren, aber sie war sehr zurückhaltend. Das passte auch.

    Anne und Maria. Anne forsch und zackig. Maria besonnen und ruhig. Yin und Yang.

    Und Maria und ich. Ach ja, mein Name ist Sofie. Aber das spielt nicht wirklich eine Rolle. Ich bin eher eine, die lange abwägt und überlegt. Und ängstlich bin ich. Maria gleicht auch das aus. Sie geht straight ihren Weg und ihre Art und Weise wirkt sehr beruhigend auf mich.

    Als sich die Freundschaft zwischen Anne und mir langsam entwickelte … man merkt das ja nicht sofort, wenn Freundschaft beginnt. Ich meine: Wo ist der Anfang? Das Samenkorn sozusagen? Jede Begegnung kann in eine Freundschaft münden. Freundschaft ist wie ein Weg, den man geht. Und man merkt erst, dass man zusammen gehört, wenn man bereits ein ganzes Stück des Weges gemeinsam hinter sich hat. Es ist nicht so, dass man beschließt: Dieser Mensch ist mir sehr sympathisch. Das wird jetzt mein Freund.

    Also: Als sich die Freundschaft zwischen Anne und mir entwickelte, war Maria, so unauffällig wie sie war, außen vor. Sie war zwar dabei. Aber man merkte es nicht. Kennt ihr das? Diese Stillen, Ruhigen. Sie sind da. Und wenn, sie nicht da sind, fehlt etwas. Die Frage ist, was da fehlt. Eben, weil sie die Ruhigen sind.

     

    Morgen geht es weiter.

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  • Anne, Maria und ich - 2. Teil

    Anne, Maria und ich …    

    2. Teil

    Anne und ich, wir lernten uns vor der Kindergartentür wartend kennen. Unsere Kinder waren im gleichen Alter. Anne fiel auf, weil sie im Gegensatz zu uns anderen Wartenden immer sehr freundlich war. Also besonders freundlich. Mehr als üblich. Morgens und mittags haben es alle Mütter eilig. Da ist man freundlich. Mehr nicht. Nur sie. Sie war sehr freundlich.

    Und bei ihr musste man immer zwei Mal hinsehen: Mittags sah sie schon mal anders aus als morgens. Ich fand das sehr faszinierend.

    Morgens stand sie mit dichtem langem Haar vor dem Kindergarten. Mittags kam sie mit kurzem Bubikopf. Es stand ihr nicht schlecht. Aber wenn man ihre dicke Mähne gekannt hat, war es eindeutig eine Verschlechterung. Auf ihren Haarschnitt angesprochen meinte sie nur, zwar sehr freundlich, aber kurz angebunden: „Schwimmunterricht in der Schule. Bei den Jungs in der Klasse. Ich hatte eine dunkelrote Holzspange im Haar. Die hat komplett abgefärbt. Bin ich auf dem Rückweg direkt beim Frisör angefahren. Abschneiden, bis man nichts rotes mehr sieht, habe ich gesagt.“ Thema erledigt.

    Ich hätte mich schlaflos im Bett gewälzt und sämtliche Tricks und Kniffe ausprobiert, gegoogelt und recherchiert, bevor ich eine Entscheidung mit diesem Ausmaß treffen würde. So viel zu Anne und mir.

    Morgen geht`s weiter!

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  • Anne, Maria und ich ... eine Geschichte über Freundschaft

    Anne, Maria und ich …    

    Unsere Freundschaft begann, ohne, dass wir es bemerkten. Unsere Lebenswege liefen nebeneinander her, ohne, dass wir es wussten. Wir wurden von der gleichen Energie getrieben, ohne, dass wir es spürten. Wir waren zu dritt, ohne dass wir es erkannten. Freundschaft geht oft wundersame Wege.

    Wir waren … zu dritt. Das heißt: Wir sind es immer noch. Das wussten wir aber nicht. Zuerst waren wir „einzeln“ befreundet. Anne war ein bisschen mit Maria befreundet, und ich war ein bisschen mit Maria befreundet. Ich weiß noch, wie es begann.

    Morgen geht es weiter.

    Freunde in unserem Leben – sie machen unser Leben reich.

    Weißt du noch, wie du deine Freunde kennengelernt hast? Kannst du dich an den Zeitpunkt erinnern, als dir bewusst wurde: Das ist mein Freund?

    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag

    Eure

    Andrea Agnes Annette Moll

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  • Botox und andere Erfahrungen …

    Botox und andere Erfahrungen …    

    Lange habe ich überlegt: Soll ich oder lieber nicht? Ich habe im www. recherchiert, Vorteile, Nachteile, Risiken und Nebenwirkungen. Nach monatelangen inneren Kämpfen habe ich mich dazu entschlossen. Einen Abend vorher kam mir kurz der panische Gedanke, vielleicht doch lieber abzusagen. Doch ich habe es durchgezogen. Eine langwierige Prozedur.

    Der Tag danach: War alles ganz okay verlaufen. Eine kleine Schwellung. Sonst nichts. Ein bisschen kühlen und gut.

    Am Vormittag: Trotz kühlen geht die Schwellung zügig voran. Immerhin sind die kleinen Lippenfältchen verschwunden. Und meine Oberlippe ist wieder füllig wie früher. Viel früher. „Alles im grünen Bereich.“, meint der Arzt bei der Nachkontrolle. Weiter kühlen.

    Am Nachmittag: Was für eine schöne Oberlippe! Leider kann man die Unterlippe nicht mehr sehen. Weiter kühlen.

    Am Abend: Die Schwellung arbeitet sich nun Richtung Augen. In Richtung Kinn ist scheinbar nicht mehr genug Spielraum. Die Nasenfalten sind auch weg. Alles wunderbar glatt. Weiter kühlen.

    Tag 2: Ich weiß, dass ich das sein muss, die mich im Spiegel anguckt. Habe ich in der Nacht heimlich fünf Spargelstangen quer gegessen und vergessen herunter zu schlucken? Ein im Gesicht unbehaarter Riesenhamster schaut mir entgegen. Immerhin: Die Haut ist glatt. Sehr glatt. Weiter kühlen.

    Wer schön sein will, muss leiden. So waren die Worte von ... Ja, von wem eigentlich? Ich kann mich nicht erinnern, dass sie von schönen Menschen gesagt wurden. Nun sitze ich hier. Ü50 lutsche 45 Minuten an einem Stückchen Lakritz, bevor ich es ausspucke. Esse Suppe und Wasser-Eis und trinke Salbei-Tee zwischen den Kühlvorgängen. Nein, ich hatte keine Botox-Behandlung. Das habt ihr nicht wirklich gedacht, oder? Ich schreibe über den zweiten Teil der Überschrift: ... andere Erfahrungen.

    Aber ich weiß jetzt: Zahnimplantate ersetzen eine Botox-Behandlung. Allerdings nur vorübergehend.

    Es grüßt euch

    Andrea Agnes Annette Moll

    (nach dem Beitrag weiter kühlend)

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  • Feiertag einer Schriftstellerin

    Feiertag einer Schriftstellerin       

    Ich zucke immer noch, wenn ich Schriftstellerin schreibe, aber – ja, ich bin Schriftstellerin. Das ist meine Leidenschaft. So viel vorab.

    Wie sieht der Feiertag einer Schriftstellerin aus?

    Erst einmal am Vortag möglichst viele der lästigen Arbeiten erledigen wie aufräumen, Spülmaschine ein- oder ausräumen, noch schnell eine Maschine Wäsche waschen und aufhängen, kurz mit dem Staubsauger durch die Wohnung, mal eben durch das Bad wischen und in einem noch die Katzenklos saubermachen. Dafür darf sie am nächsten Tag ausschlafen. Ist jedoch bereits um sieben hellwach. Kaffee kochen. Mit Bademantel und Kaffee auf den Balkon, um langsam in den Tag einzusteigen. Duschen, anziehen und sich mit der zweiten Tasse Kaffee die To-do-Liste vornehmen:

    E-Mail schreiben – Dateien herausgesucht und beigefügt: Autorenvita umschreiben? Vita Autorenfoto? Gefällt nicht. Anderes Fotos. Abschicken. Erledigt.

    Telefonnummern für wichtige und bereits überfällige Telefonate notiert. Auf die To-do-Liste für morgen. Erledigt.

    Pause. Lesen. Im Garten. In der Sonne. Erledigt.

    „Hummelliebe“ aus der Muttertags-Aktion zum Empfänger gebracht. Erledigt.

    Presseverteiler ergänzt und überarbeitet. Erledigt.

    Pressemitteilung vorbereitet. Erledigt.

    Plakate und Flyer für Lesung in Dornumersiel postfertig gemacht. Erledigt.

    Schriftstellerin. … Nicht erledigt.

    Nun darf sie … endlich … schreiben. Sie ist verabredet mit Emma und Lolle, mit Kira und Tom und all den anderen aus der Hummelliebe. Weiter geht es mit Teil II.

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  • Tanten, Tanten ... nichts als Tanten ...

    Tanten, Tanten … nichts als Tanten …        

    Ich habe lesen gelernt und es geliebt. Von Anfang an. Endlich konnte ich lesen. Es war dann eine Tante, die mich ständig mit Lesestoff versorgte.Eine Tante, ebenfalls eine Leseratte, fragte mich jedes Mal, wenn wir zusammen kamen: „Was fehlt dir denn noch von …“ Hanni und Nanni, von Förster`s Pucki, von Nesthäkchen, vom Trotzkopf und wie sie alle hießen.

    Diese Tante war es auch, dir mir immer ein bisschen mehr schenkte, als üblich war. „Weil das Kind doch so gerne liest!“

    Das war die eine Tante. Die andere Tante, bei ihr und bei meinem Onkel verbrachte ich die schönsten Ferien. Auf ihrem Bauernhof. Sie liebte meine Geschichten, die ich schrieb. Abends nach dem Abendbrot wurde ich aufgefordert, sie vor zu lesen. Das lief immer gleich ab – fast ein wenig feierlich: Wir saßen alle am Küchentisch: Mein Tante, mein Onkel, die Nachbarin, die gerade Milch holen wollte und der „Knecht“. Ja, sie hatten noch einen Knecht. Er war aber eher ein adoptiertes Familienmitglied. Alle hörten andächtig zu. Es war meine Tante, die begeistert lachte und lobte und sich gar nicht mehr beruhigen wollte „wie schön sie doch schreibt, die kleine Andrea.“

    Ich sage euch: Das prägt!“

    Kam Besuch, wurde ich von meiner Tante aufgefordert, meine wunderbare Geschichte noch einmal vorzulesen. Und jedes Mal lachte sie wieder voller Begeisterung, lobte mich und holte ebenfalls bei den Gästen die Bestätigung meiner Fähigkeiten ein: „Ist das nicht wunderbar? In diesem Alter?“

    Ich sage euch: „Das prägt!“

    Liebe Tanten, ich sage euch hiermit einmal von Herzen danke: Ihr habt den Grundstein dafür gelegt, dass mir niemals langweilig ist. Ich liebe Bücher und mit Büchern geht es mir immer gut. Und wenn ich nicht lese, dann schreibe ich. Ob es gut ist, oder schlecht ist … ich weiß es nicht. Ich finde es gut. Denn so wurde ich geprägt.

    … und ich schicke meinen Dank hinüber in die jenseitige Welt, zu Tante N. und zu Tante M.

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  • Eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft ...

    Eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft …

    Ihr kennt meine Spielchen, bei denen Ihr eine „Hummelliebe“ ergattern könnt. Nach einer meiner letzten Aktionen schrieb mich eine Facebook-Freundin an, die ein Exemplar gewonnen hatte:

    „Liebe Andrea, könntest du das Buch bitte an meine Freundin schicken? Ich habe beim Lesen oft an sie gedacht. Sie ist alleinerziehend wie Emma, liest gerne und sitzt dabei auf ihrem Balkon. In diesem Sommer besteht unsere Freundschaft seit 28 Jahren.“

    Ich habe mich sehr gefreut! Gibt es etwas Passenderes? Passend zu meiner Widmung im Buch:

    „Für die, die wir lieben, im Hier und im Dort, für die Liebe in Liebe und die Liebe, die in der Freundschaft zu finden ist.“

    Ich wünsche euch frohe Pfingsttage!

    Eure Andrea Agnes Annette Moll



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  • Feiertag einer Schriftstellerin

    Feiertag einer Schriftstellerin       

    Ich zucke immer noch, wenn ich Schriftstellerin schreibe, aber – ja, ich bin Schriftstellerin. Das ist meine Leidenschaft. So viel vorab.

    Wie sieht der Feiertag einer Schriftstellerin aus? Erst einmal am Vortag möglichst viele der lästigen Arbeiten erledigen wie aufräumen, Spülmaschine ein- oder ausräumen, noch schnell eine Maschine Wäsche waschen und aufhängen, kurz mit dem Staubsauger durch die Wohnung, mal eben durch das Bad wischen und in einem noch die Katzenklos saubermachen. Dafür darf sie am nächsten Tag ausschlafen. Ist jedoch bereits um sieben hellwach. Kaffee kochen. Mit Bademantel und Kaffee auf den Balkon, um langsam in den Tag einzusteigen. Duschen, anziehen und sich mit der zweiten Tasse Kaffee die To-do-Liste vornehmen:

    E-Mail schreiben –  Dateien herausgesucht und beigefügt: Autorenvita umschreiben? Vita Autorenfoto? Gefällt nicht. Anderes Fotos. Abschicken. Erledigt.

    Telefonnummern für wichtige und bereits überfällige Telefonate notiert. Das ist für morgen. Erledigt.

    Pause. Lesen. Im Garten. In der Sonne. Erledigt.

    „Hummelliebe“ aus der Muttertags-Aktion zum Empfänger gebracht. Erledigt.

    Presseverteiler ergänzt und überarbeitet. Erledigt.

    Pressemitteilung vorbereitet. Erledigt.

    Plakate und Flyer für Lesung in Dornumersiel postfertig gemacht. Erledigt.

    Schriftstellerin. … Nicht erledigt.

    Nun darf sie … endlich … schreiben. Sie ist verabredet mit Emma und Lolle, mit Kira und Tom und all den anderen aus der Hummelliebe. Weiter geht es mit Teil II.

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  • Liebe Nina George, ...

    Liebe Nina George,                             

    ich hatte noch niemals dieses Bedürfnis, doch dieses Mal ist es anders. Ich habe „Das Traumbuch“  gerade beendet, die letzten Sätze gelesen … und dieses Mal, bei diesem Buch … ich will, ich muss es sofort noch einmal lesen.

    Es gibt einige wunderschöne Bücher, die ich mehrmals in meinem Leben gelesen habe. Es gibt sie, diese Bücher, die einen das ganze Leben lang begleiten. Doch ich habe bisher noch nie nach der letzten Seite die erste wieder aufgeschlagen.

    „Das Traumbuch“ will ich sofort noch einmal lesen. Ich frage mich erstaunt: Warum? Dieses Mal fiel mir der Abschied besonders schwer. Vielleicht ist es ein bisschen so, wie wenn man eine Zeit mit guten Freunden verbracht hat. Man hat Freude und Kummer gemeinsam erlebt. Hat man sich dann wieder voneinander verabschiedet, klingt die gemeinsame Zeit nach. Man erinnert sich Tage danach noch an die Gespräche, die man geführt und Worte, die man miteinander geschwiegen hat. Vielleicht schaut man sich gemeinsame Fotos an.

    Und so wird es sein, wenn ich „Das Traumbuch“ nun ein weiteres Mal lese. Liebe Nina George, wieder einmal ist es Ihnen gelungen, mich als Leser in der Tiefe zu berühren. Ich habe die Gefühle von ihnen allen gefühlt: Henri, Sam, Eddie … Mit Nachhaltigkeit. Ich als Leser, als Mensch mit der Lebenserfahrung von Kummer und Schmerz, Freude und Leid, Abschied, von vertanen Möglichkeiten und neuen Chancen, Verzeihen und Liebe … ich finde mich in Ihren Worten wieder. Seite für Seite. Ich finde mich in Henri, in Eddie, in Sam … ja auch in Maddie, ein bisschen in Gott und in Schwester Marion wieder. „Das Traumbuch“ ist auch meine Geschichte. Es hilft mir, meine Geschichte zu verstehen.

    „Das Traumbuch“ ist nicht einfach nur ein Buch der Bestsellerautorin Nina George. Es ist ein Buch über das Leben. Ein Buch, das uns über das Leben lehrt. Es ist ein Buch, das dein eigenes Leben und die Sicht darauf verändern kann. „Das Traumbuch“ ist für mich eins der ganz großen und ich bin so froh: Das Warten hat sich gelohnt. Danke.

    Andrea Agnes Annette Moll

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  • „Hummelliebe-Suchspiel“ statt E-Book für 99 Cent

    „Hummelliebe-Suchspiel“ statt E-Book für 99 Cent      

    „E-Book – jetzt für 99 Cent.“

    Ich muss zugeben: Wenn ich das lese, zucke ich immer noch zusammen. Ich habe lange und immer wieder darüber nachgedacht: Soll ich oder soll ich nicht? Und bin für mich zu der Entscheidung gekommen: Was für A und B und C ein Weg ist, muss für mich nicht der richtige Weg sein.

    Stattdessen jedoch, also statt der 99 Cent-Aktionen, habe ich sehr gerne einige Exemplare für unsere „Goldene Wildbienenpatenschaft“ gespendet, wie auch für andere kleine Unterstützungen.

    Und ich veranstalte sehr gerne Aktionen wie am vergangenen Wochenende (und wie an diesem Osterwochenende) und verschenke die Bücher im Rahmen eines kleinen witzigen Mitmachspiels. Das ist vielleicht unter dem Strich auch nichts Anderes. Aber ich fühle mich wohler damit.

    Das „Hummelbuch-Suchspiel“ hat vielen Menschen und auch mir Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ihr in Berlin ebenso Spaß daran habt.

    Die „Hummelliebe“ ist noch nicht ausgeschwärmt. Ich melde mich, sobald sie auf euch wartet.

    Wo? Na, ratet mal. Hummeln = Wildbienen. Ihr werdet sie in der Nähe eines berühmten Bienenstocks in Berlin finden.

    Weitere Aktionen habe ich bereits geplant. Jeden Monat eine Aktion. Spaß und Spiel.

    DAS … passt besser zu mir als 99 Cent-Aktionen!

    Ich verspreche euch: ich habe noch einige Ideen.

    Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!

    Eure

    Andrea Agnes Annette Moll

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  • Wer ist dabei? Das

    Wer ist dabei? Das "Hummelliebe-Suchspiel" - hier bei uns in Rommerskirchen

    Nächstes Wochenende werden Eier gesucht.     
    An diesem Wochenende suchen wir die "Hummelliebe".

    Erinnert ihr euch? Ich will drei Exemplare der "Hummelliebe" auf Reisen schicken.

    Das heißt: ich werde drei Exemplare in drei Städten für euch zur Verfügung stellen. Findet sie. Schreibt uns, wenn und wo sie ihr gefunden habt und legt sie anschließend, nachdem ihr sie gelesen habt, wieder aus, damit der nächste sie finden kann.

    Ich würde gerne an diesem Wochenende einen "Test" in Rommerskirchen machen.

    Das heißt: Ich werde morgen oder übermorgen in Rommerskirchen ein Exemplar auslegen und ihr sollt es finden. Ich werde euch hier auf Facebook einen Hinweis geben.

    Diesen Hinweis dürft und sollt ihr gerne teilen und auch an eure Freunde schicken.

    Ich habe keine Ahnung, ob und wie das funktioniert. Ich bin genauso gespannt wie ihr.

    Herzliche Grüße, vielleicht bis morgen,

    eure

    Andrea Agnes Annette Moll

     

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  • Risiken und Nebenwirkungen bei Rabatt-Coupons …

    Risiken und Nebenwirkungen bei Rabatt-Coupons …  

    Kennst du: Auf dem Weg von der Arbeit schnell noch in den Supermarkt etwas einkaufen und dann aber fix nachhause. Nach dem Einkauf hetze ich über den Parkplatz, treffe meine ehemaligen Nachbarn: „Hallo, wie geht`s?“ „Gut, und euch?“ „Schnell noch etwas einkaufen,“ wedeln sie mit einem DinA4 Rabattcoupon. „Was ist das? Hab ich gar nicht gesehen.“

    Kennst du: Jemand macht das Schnäppchen in einer Rabattaktion. Wenn du das mit bekommst, dann kommt immer diese quälende Stimme in dir: „DAS will ich auch!“ Zuhause habe ich sofort die Zeitungen wieder aus dem Altpapier-Stapel geholt und siehe da: Gefunden. Stolz stecke ich mir den Rabattcoupon in meine Tasche und schreibe schon mal den nächsten Einkaufszettel.

    Am nächsten Tag. Sofort einkaufen nach der Arbeit. 20 % Rabatt für Kaffee oder Waschpulver (brauche ich schließlich immer)? Nun gut, 20 % für Waschpulver und 10 % für noch einmal Waschpulver und  jeweils 10 % für zwei Mal Kaffee. Ich nehme auch noch Kakao mit, der ist auch fast leer. Und Katzenfutter. Das Teuerste. Meine Katze ist alt und schwach und nicht so ganz gesund. Und dieses Futter mag sie gerne. Ich nehme drei Pakete. Drei mal 5 % Rabatt. Ganz sorgfältig klebe ich die Coupons neben den Strichcode. Mit ca. einem Zentimeter Entfernung, damit die Strichcodes sich beim scannen nicht in die Quere kommen. Ich muss zugeben: Ich habe sogar einige Sekunden darüber nachgedacht, wie es wohl am besten wäre.

    An der Kasse. Die Kassiererin  nimmt sich Ware für Ware und zieht die Rabattcoupons wieder von der Ware ab, um sie anschließend einzuscannen. Fassungslos schaue ich sie an. Und sie …

    Sie schaut „so“ auf meine akkurat geklebten Coupons. Beim dritten Teil weiß sie dann schon, wo sie suchen muss: einen Zentimeter neben dem Strichcode. Sie hebt den Kopf und schaut mich an - nach dem Motto: Wie sieht jemand aus, der Rabattcoupons akkurat im Zentimeterabstand aufklebt?

    Du weißt genau, wenn dich jemand über die Brillengläser hinweg anguckt … den Kopf eigentlich nach unten gesenkt, aber den Blick nach oben direkt über die Gläser … oweia!

    Zuhause habe ich schließlich festgestellt, dass ich Balance-Kaffee gekauft habe. Ich bin begeisterter Kaffeetrinker. Balance ist kein richtiger Kaffee. Okay. Ich stopfe den Kaffee in den Vorratsschrank. Balance. Halb und halb. Ist auch gesünder. (DAS glaube ich eigentlich nicht. Ich glaube ja eher, dass alles, das verändert wird, eher schädlich ist.)

    Kakao habe ich den mit Erdbeergeschmack gekauft, stelle ich erschüttert fest. Dass es den noch gibt! Den mag kein Mensch. Auch in den Vorratsschrank. Vielleicht kann ich im Sommer einen Erdbeer-Eisshake davon machen. (Viele Erdbeer-Eisshakes). Das teure Katzenfutter kommt in den Schrank zu den anderen vier Paketen. Gleiche Sorte. Wenn ich Pech habe, mag sie genau dieses Futter ab morgen nicht mehr. Kommt ja schon mal vor bei Katzen.

    Über Risiken und Nebenwirkungen bei Rabatt-Coupons fragen Sie ….

     

    … Andrea Agnes Annette Moll

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  • Wir waren im Theater. Ein modernes Stück. Mitmach-Theater.

    Wir waren im Theater. Ein modernes Stück. Mitmach-Theater.

    Ich bin sehr gespannt. Der Titel des Theaterstücks sagt mir nichts. Ich kann mir kaum etwas darunter vorstellen. Wir sind zu dritt. Vater, Mutter und erwachsenes Kind. Wir betreten den Raum. Schauen uns um. Ein Schauspieler steht bereits auf der Bühne. Er schaut uns an. Lächelt. Grüßt.

    Wir erwidern die Begrüßung. Freundlich und schnell.

    Stehen wir etwa auch auf der Bühne? Gibt es keinen Zuschauerraum? Anscheinend nicht. Das Publikum gehört gleichzeitig zu den Schauspielern. Wir spielen also alle mit.

    „Er“, der Schauspieler spielt anscheinend die Hauptrolle und führt uns durch dieses von uns kreierte Stück. Theater to go? Er spricht uns an. Unser Ältester antwortet. Damit ist die zweite Hauptrolle festgelegt.

    Wir sind gespannt, wie es weiter geht.

    Ganz einfach und ohne Pausen ergibt sich ein natürlicher Dialog. Klar, der Hauptpart gehört dem Haupt-Akteur dieses Theaterstücks. Er fragt und antwortet, informiert ausführlich, fordert uns auf zu Aktion und Reaktion.

    Und da es ein modernes Theaterstück ist, sind wir alle per du.

    „Wie meinste dett jetzt?“

    „Mach doch mal vor.“

    „Achso, jetzt versteh ick, du meinst, wenn du …“

    „Ja, probier` mal aus, lauf mal eine Runde.“

    „Nein, nein, nein … so nicht. Mir brauchst du nichts zu erzählen. Das sehe ich doch auf den ersten Blick.“

    Ach, guck. Nun ist mein Freund an der Reihe. Sein Part beginnt. Er spielt überzeugend. Ist mitten drin in seiner Rolle. Zeigt, vergleicht, erklärt, argumentiert …

    Ich? Ich habe eine kleine Nebenrolle. Ist auch nicht mein Thema. Aber immerhin. Sehr interessant. Ich höre aufmerksam zu, gehe mit. Lerne dazu. Nein, das hätte ich nicht gedacht, dass man dieses Thema so interessant darstellen, erklären, spielen kann. Ohne Texte zu lernen. Ohne Probe.

    Wir lachen und scherzen. Alles ganz natürlich.

    Während des Stückes hatten wir viel Spaß, haben improvisiert und dazu gelernt …

    Jetzt wollt ihr sicher endlich mehr über das Stück wissen? Die Handlung. Das Thema.

    Wir waren in einem sehr kleinen und sehr übersichtlichen Geschäft in Berlin, haben uns beraten lassen und ein Paar Barfuß-Schuhe gekauft. Für den Ältesten.

    Theater kann überall sein.

    Und diese Geschichte ist mal wieder teilweise autobiografisch.

     

    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag, “spielt“ heute mit in einem schönen Theaterstück

    Eure

    Andrea Agnes Annette Moll

     

    PS: Wen es interessiert: Barfuß-Schuhe heißen nicht Barfuß-Schuhe, weil man sie barfuß – also ohne Socken trägt – so wie ich angenommen habe. Barfuß-Schuhe sind Freiheit-für-die-Füße-Schuhe. Der Barfuß-Schuh verhilft dir wieder zu einem natürlichen Gang, wo du (so wie es sein sollte) mit dem Vorderfuß auftrittst, statt mit der Ferse. Zum Fersengang werden wir durch unser starres Schuhwerk gezwungen. Mit dem Barfuß-Schuh wird deine Schrittlänge kürzer. Dein Gleichgewicht wird verbessert, die Fußmuskulatur gestärkt. Du spürst jede Unebenheit auf dem Boden und reagiert viel schneller. Du wirst vom Jogger zum Läufer. Und wenn du das erste Mal in Barfuß-Schuhen gehst, dann sieht es aus und hört sich an, als ob du mit Taucherflossen unterwegs bist.

     

     

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  • Loslassen. Wer liebt, muss loslassen können. Muss? Muss können?

    Loslassen. Wer liebt, muss loslassen können.    

    Loslassen? Das bedeutet doch, man hätte festgehalten. Wie kann man festhalten, was man liebt? Liebe ist frei. Frei-willig.

    Wer liebt, muss … Wieso muss? Was man aus Liebe tut, geschieht in Liebe. Liebe darf und Liebe möchte. Wer liebt, muss loslassen können. Muss können? Ist Liebe fertig? Ein Können? Ist Liebe nicht ein gemeinsames Wachsen und Lernen?

    Liebe ist frei. Frei-willig. Liebe ist dürfen und wollen, gemeinsam wachsen und lernen. Liebe ist und Liebe bleibt. Über das Leben hinaus.

    Herzliche Grüße

    Eure

    Andrea Agnes Annette Moll

     

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  • Mein 1. Kölner Autoren-Stammtisch ...

    Mein 1. Kölner Autoren-Stammtisch,

    Sonntag, später Vormittag bzw. früher Mittag – passend für Langschläfer und weitere Anreisen. Damit man gemütlich in den Sonntag starten kann.

    Was soll ich berichten? Ich bin noch dabei zu verarbeiten. Bevor ich losfuhr, habe ich überlegt: Sollst du Flyer einstecken? Dein Buch?

    Ja.

    Nein.

    Ach, ich weiß nicht.

    Ich hab beides eingesteckt, weil - Flyer nehmen keinen Platz weg und mein Buch, meine Hummelliebe, trage ich eh gerne mit mir herum. Gut, dass ich damit nicht alleine war!

    Denn es ist schon spannend, wenn man sich mit anderen über deren Werdegang unterhält, über ihre Werke … dann will man auch schon etwas sehen („man“=ich). Und anfassen. Ich bin eh mehr der haptische Typ. Es ist toll, das Exemplar eines Kollegen in Händen zu halten. Und zwar nicht irgendeins, sondern das persönliche Exemplar. So wanderten dann Bücher, Flyer, Leseproben von Hand zu Hand. Die Gespräche hatten ein unglaubliches Tempo. Ich habe einige interessante Anregungen mitgenommen. (Ich will jetzt auch private Buchbesprechungen in gemütlicher Runde abhalten. Und vieles mehr.)

    Da ich einige Minuten zu spät war, habe ich den Anfang nicht mitbekommen. Ich habe quasi den Startschuss nicht gehört. Gab es den überhaupt? Als ich an den Tisch kam und auch als ich am Tisch saß, hatte ich nicht den Eindruck, dass hier wildfremde Menschen aufeinander getroffen waren. Was wir verpasst haben: uns zu Anfang ein bisschen vorzustellen. Der Vorschlag wurde gemacht, aber ich habe es nicht fertig gebracht, die Unterhaltung deshalb zu unterbrechen.

    Mein Fazit: Es war schön kurzweilig mit euch!

    Das „Vielfalt Tapas“ mit seiner sehr freundlichen Bedienung hat mir auch gefallen. Essen gut und Kaffee hervorragend.

    Und wenn es einen 2. Kölner Autoren-Stammtisch geben sollte, dann stellen wir uns alle noch einmal vor – vielleicht mit einem für euch typischen oder bedeutsamen kurzen Ausschnitt aus dem eigenen oder einem anderen Buch - und wir bringen auch wieder unsere Schätze mit.

    Ich wünsche euch eine gute Woche!

    Herzliche Grüße

    Andrea Agnes Annette Moll

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  • „Der Kopf muss leer sein, damit er sich wieder füllen kann.“

    „Der Kopf muss leer sein, damit er sich wieder füllen kann.“           

    Ausgepowert? Kopf voll. Nichts geht mehr. Von allem zu viel. Von einem zu wenig – Ruhe.

    Heute Morgen schossen plötzlich ungebremst gefühlte tausend Gedanken und Ideen durch den Kopf. Unsortiert und kunterbunt. Das hatte ich seit Wochen nicht mehr. Ich hatte lange und gut geschlafen. Ausgiebig und wild geträumt, so dass ich die vergangenen Tage anscheinend gut verarbeitet hatte. Und nun war mein Kopf wieder leer.  Bereit, gefüllt zu werden.

    Kennt ihr das auch? An manchen Tagen geht gar nichts mehr. Es geht nichts mehr in den Kopf hinein und nicht mehr heraus. Wie ein PC, der vollkommen überlastet herunterfährt. Alles schwarz. Die selbstverständlichsten Handgriffe gehen nicht mehr von alleine. Es hakt. Überall.

    So etwas passiert, wenn der Kopf nicht regelmäßig geleert wird. Nur in eine leere Tasse kann man etwas hineingießen. Und genauso ist es mit unserem Kopf. Höchste Zeit den Kopf zu leeren. Es ist anscheinend zu lange her, dass wir einfach im Garten oder auf einer Parkbank gesessen haben und nur so vor uns hingeguckt haben. Ohne denken. Nur die Augen gucken lassen, was und wie sie wollen. Zu lange her, dass wir in unser Hobby „versunken“ sind. Zu lange her, dass wir einfach so einen stillen Spaziergang durch die Natur gemacht haben. Oder die Spatzen und Amseln beobachtet haben. Bei mir ist es zu lange her, dass ich „meine“ Hummeln beobachtet habe. Wahrscheinlich ist das noch ein Grund, warum ich sie so liebe. Sie lassen mich anhalten, inne halten, auftanken, wenn ich ihrem fast meditativen Brummen zuhöre und ihrem stressfreien Flug zusehe. Wenn ich beobachte, wie sie gemächlich und in „om“-summender Ruhe ihrer Arbeit nachgehen.

    Ich wünsche euch an diesem Wochenende einige dieser „leeren Momente“.

    Andrea Agnes Annette Moll

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  • Irmchen und die Hummelliebe - Seite 375

    Irmchen und die Hummelliebe - Seite 375

    Irmchen und die HUMMELLIEBE – Seite 375        

    Ich stehe mit Freunden bei Freunden am Biertisch. Karnevalssonntag. Warten auf den Karnevalszug bei Bier und Chili con Carne (für die Großen), Limo und Nutella-Brot (für die Kleinen), Kassalla und Brings, Cat Ballou und viele mehr. Oma und Opa, Freunde von Oma und Opa, kleine Kinder, große Kinder, eigene Kinder und Kinder von Freunden und Freunde von Kindern … und Enkelkinder … und das erste Urenkelkind ist auch schon dabei. Jemand hat Krapfen mitgebracht. Lecker! Die gab es früher bei uns zuhause auch. Immer am Karnevalssonntag. Ich schwelge genussvoll kauend in den Erinnerungen.

    "Schön dein Buch! Hat mir gut gefallen. Morgen koche ich das erste Mal deine Thunfisch-Käse-Nudeln. Das hört sich lecker an.“, meint E.

    "Die Sekttorte will ich unbedingt auch noch ausprobieren.“, wieder E.

     „Ja, ich auch.“ wirft U. ein.

    „Die Sekttorte, hört sich lecker an, das Rezept.“ Das kommt von K.

    Mama, klingeln dir jetzt da oben die Ohren?! Weißt du, wie oft ich diese und ähnliche Sätze schon gehört habe?! Ist das nicht schön, dass eines deiner Lieblingstortenrezepte nun in so vielen Familien nachgebacken wird?

    Und genau in diesem Moment macht es „Ping“! Nachricht auf meinem Handy.

     

    Mein Irmchen, meine liebe Kollegin und eine meiner Lektorinnen und Korrektorinnen, Irma Schleien, schickt mir "zufällig" genau in diesem Moment dieses Foto.

     

    Versteht ihr jetzt, dass ich nicht an Zufälle glaube?

     

     

    Liebe Grüße, und wer hat das Rezept ebenfalls ausprobiert? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.

    Andrea Agnes Annette Moll

    PS. @Irmchen, du hast ja geschrieben, dass ich das posten darf. ;)

     

     

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  • „Einen schönen Karneval wünsche ich euch … und: Füttert den richtigen Wolf!“

    „Einen schönen Karneval wünsche ich euch … und: Füttert den richtigen Wolf!“        

    Fast jeder kennt sie die Geschichte von dem alten Indianer, der mit seinem Enkel am Lagerfeuer sitzt und ihm die Geschichte von den zwei Wölfen erzählt:


    „In meiner Brust wohnen und kämpfen zwei Wölfe.
    Einer davon ist ein böser Wolf. Es ist der Wolf der Dunkelheit,
    des Neides, der Angst, und des Misstrauens.
    Der andere ist der Wolf des Lichtes,
    der Liebe, der Hilfsbereitschaft, des Lachens, der Gemeinschaft und der Lebensfreude.“
    Der Enkel hört gespannt zu und fragt seinen Großvater:

    „Und welcher der Beiden wird gewinnen?“
    Der alte, weise Indianer antwortet daraufhin:
    „Der, den ich füttere!“

     

    In diesem Sinne – nach all den Wochen und Monaten schlechter Schlagzeilen (haben wir mal wieder die guten Schlagzeilen übersehen oder wurde etwa in gewohnter Weise über das Gute nicht berichtet? Das Böse verkauft sich anscheinend besser!) – jedenfalls nach all diesen Wochen wünsche ich euch für die Karnevalstage: Füttert den Wolf des Lichtes, der Liebe, der Hilfsbereitschaft, des Lachens, der Gemeinschaft und der Lebensfreude.

    Kölle Alaaf!

    Rommerskirchen Allau!

    Andrea Agnes Annette Moll

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  • Gemach, gemach ...

    Gemach, gemach …

    Inspiriert wurde ich durch einen Kalenderblatt-Beitrag, in dem um es diesen wunderschönen Ausdruck „Gemach, gemach“ geht. Ich hatte dieses Wort vergessen, obwohl ich es früher schon sehr gerne gehört und auch benutzt habe. Welches andere Wort bringt es auf den Punkt, wie „Gemach, gemach“? Mal langsam! Nichts überstürzen! Keine Panik! Nichts klingt auch nur annähernd überzeugend. Nichts erreicht mich, wie „Gemach, gemach“.  Man kann es nicht gehetzt aussprechen. Dieses Wort wandelt Tempo und Schnelligkeit mit zwei Silben - beziehungsweise zwei Mal zwei Silben - in Ruhe um.

    Alles verlangsamt sich. Alleine das Aussprechen wirkt wie eine 5 Sekunden-Meditation. Gemach, gemach – die Atmung beruhigt sich und man lauscht dem ruhigen Klang hinterher.

     … und ebenso schön: Contenance. Auch Contenance lässt sich nicht im Eiltempo aussprechen. Es bedarf eines ruhigen und lang gezogenen Atemzugs und macht aus einem Wort drei. Jede Silbe wird zu einem Wort: Con te nance. Wobei die letzte Silbe sich und deine Ausatmung lang zieht, ganz lang und dich ebenso lang-sam wieder stabil und sicher auf festen Boden aufkommen lässt.

    Contenance – murmelst du es vor dich hin, erdet es dich. Der Stresspegel fällt, alles relativiert sich. In Stress-Zeiten verhilft es dir ruhig zu bleiben oder wieder zu werden; es macht dir deine Würde bewusst, zieht dich für einen kurzen aber entscheidenden Moment aus dem Geschehen, egal in welcher Situation du auch bist.

    Holen wir sie uns zurück in unseren Wortschatz! Und dabei geht es nicht nur um den Wortschatz. Nutzen wir die Langsamkeit ihrer Worte, ihre Ruhe, ihre innere Kraft.

    Andrea Agnes Annette Moll

     

     

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